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Imagefilm Aktion FRECh am OSZ Werder

Was ist FRECh?

Drei Oberstufenzentren des Landes Brandenburg wurden für das Modellprojekt „Ausbildungserfolg durch Lernkompetenz ausgewählt. Das OSZ Werder war eines davon. Ziel dieses Projektes war es, die Abbrecherquote und unentschuldigten Fehlzeiten von Auszubildenden zu senken.

Unter dem Titel: „FREChFinde Deine Richtung. Entdecke Deine Chancen.“ startete im Jahr 2013 das OSZ Werder mit dem Modellprojekt und erprobte verschiedene Methoden (siehe unter Methoden) bis zum Projektende am 31.12.2014 ausschließlich mit dem 1. Ausbildungsjahr und den Fachabteilungen mit einer erhöhten Abbrecherquote. Die Entwicklung von Konfliktbewältigungsstrategien, Teambildungsprozesse, Herausbildung besonderer Lernstrategien für ein lebenslanges berufliches Lernen, rechtzeitige Aktivierung oder Stärkung der persönlichen Selbsthilfekräfte in der schulischen und praktischen Berufsausbildung sind und waren u.a. Hauptanliegen des Projektes. Aufgrund des großen Erfolges hat der Landkreis Potsdam- Mittelmark, als Schulträger der OSZ, die Methoden in die Regelarbeit übernommen, trägt das Projekt seit dem 1.1.2015 finanziell weiter und hat den Projektansatz nun auch auf das OSZ Teltow und grundsätzlich auch auf alle Ausbildungsjahre und Abteilungen erweitert. Es wird unter dem Titel: „Aktion FRECH“ weitergeführt.

Durch den engen Kontakt von Lehrkräften, Ausbildungsbetrieben, beauftragten Dritten, Mentoren und der Schulsozialarbeit (am OSZ Werder) sowie das ständige Bemühen um eine aufgeschlossene Kommunikation und bedarfsorientierte Information der Auszubildenden gelang es ein spezifisches System interdisziplinär aufeinander abgestimmter Informations- und Hilfsangebote im Bereich der theoretischen Ausbildungszeiten zu etablieren, um Auszubildende mit besonderen Defiziten im Lern- und Sozialverhalten frühzeitig vor einem Ausbildungsabbruch bewahren zu können.

Mit dem beteiligungsorientierten Zugang auf die Azubis, die Arbeitgeber vor Ort, die Lehrkräfte des OSZ und ehrenamtlicher Unterstützer hat sich immer besser eine Dialogkultur entwickelt, die neue Formen zuverlässiger Zusammenarbeit vor Ort nachhaltig ermöglicht, um die richtige Lösung für den Einzelfall zu suchen. Hierzu zählen das inzwischen etablierte Frühwarn- und Abbruchsystem sowie die kollegiale Fallbesprechung und der „Erste-Hilfe-Koffer“ (siehe unter Methoden/Instrumente).

Nach wie vor bleibt die Einbeziehung der Ausbildungsbetriebe die größte Herausforderung. Sobald sich jedoch der Auszubildende in der praktischen Ausbildung gut macht, ihn jedoch ansonsten verschiedene Probleme daran hindern seine Ausbildung weiterzumachen, ist auch der Ausbildungsbetrieb bereit für eine Zusammenarbeit, um seinen Azubi zu halten. Es muss für beide Seiten eine Win-win-Situation entstehen. Logisch!

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